Geschichte
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01. Oktober 1907
Mönckebergstraße entsteht
Im Gängeviertel der östlichen Altstadt beginnen die Wohnungsräumungen und anschließend der Abriss zur Schaffung der Durchbruchstraße, der heutigen Mönckebergstraße.
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Bau
1907
Erste Ergänzungsplan
In Barmbeck wird mit der Schüttung des Bahndamms östlich der Fuhlsbüttler Straße begonnen. In Hohenfelde entsteht der Wandsbeker-Stieg-Tunnel sowie die Futtermauern für die Tunnelrampe am Rossausweg. Dieser Trassenbereich war bereits 1906 für die Förderbahn ausgehoben worden. Nach Aushub der Baugrube am Adolphsplatz beginnt der Bau des steinernen Teils der Mönkedamm-Rampe (bis 1908) Ende 1907 wurde der zur Kleinen Johannisstraße hin liegende Baukörper der Hanseatischen Börse abgerissen. Der Abriss wurde nötig, um die Baugrube für den Streckentunnel vom Adolphsplatz zum Rathausmarkt auszuheben. Bis April 1912 wurde die Börse über dem U-Bahntunnel wieder aufgebaut. Als Ersatz entstand für diese Zeit auf dem Adolphsplatz ein Behelfsbau. Somit kann nun mit dem Bau des kurvenreichen Streckentunnels vom Tunnelmund am Mönkedammfleet bis in die Kleine Johannisstraße begonnen werden. Im Bereich der zukünftigen Börsen-Unterfahrung ist der Streckentunnel in zwei eingleisige Tunnel aufgeteilt. Im Bereich Winterhude wird die Einschnittstrecke von der Dorotheenstraße bis hinter den Borgweg ausgehoben. Die zukünftige Station Borgweg soll dort liegen.

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Planung
1907
Bauarbeiten am Ring Kopie
In Barmbeck wird mit der Schüttung des Bahndamms östlich der Fuhlsbüttler Straße begonnen. In Hohenfelde entsteht der Wandsbeker-Stieg-Tunnel sowie die Futtermauern für die Tunnelrampe am Rossausweg. Dieser Trassenbereich war bereits 1906 für die Förderbahn ausgehoben worden. Nach Aushub der Baugrube am Adolphsplatz beginnt der Bau des steinernen Teils der Mönkedamm-Rampe (bis 1908) Ende 1907 wurde der zur Kleinen Johannisstraße hin liegende Baukörper der Hanseatischen Börse abgerissen. Der Abriss wurde nötig, um die Baugrube für den Streckentunnel vom Adolphsplatz zum Rathausmarkt auszuheben. Bis April 1912 wurde die Börse über dem U-Bahntunnel wieder aufgebaut. Als Ersatz entstand für diese Zeit auf dem Adolphsplatz ein Behelfsbau. Somit kann nun mit dem Bau des kurvenreichen Streckentunnels vom Tunnelmund am Mönkedammfleet bis in die Kleine Johannisstraße begonnen werden. Im Bereich der zukünftigen Börsen-Unterfahrung ist der Streckentunnel in zwei eingleisige Tunnel aufgeteilt. Im Bereich Winterhude wird die Einschnittstrecke von der Dorotheenstraße bis hinter den Borgweg ausgehoben. Die zukünftige Station Borgweg soll dort liegen.

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Bau
1907
Ausschreibung Betrieb Hochbahn
Die Stadt schreibt den zukünftigen Betrieb der Hochbahn aus. Gesucht wird ein Unternehmen, welches den Hochbahnbetrieb im Auftrage der Stadt durchführen soll. Am 31. Juli 1907 machen die beiden Elektrizitätsunternehmen Siemens und AEG der Stadt das Angebot, den Hochbahnbetrieb durchzuführen. Hierzu soll zweckmäßigerweise eine Betreibergesellschaft gegründet werden. Wie bereits erwähnt ist die Unternehmensgründung mit der Einlage von 15 Millionen Goldmark verbunden.
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HHA
05. Dezember 1906
Hauptbahnhof (Zentralbahnhof) fertig
Der neue Hamburger Hauptbahnhof wird feierlich eröffnet. Auf ihn wird der gesamte Hamburg anlaufende Fernverkehr gebündelt, während die alten Kopfbahnhöfe stillgelegt werden können. Der Bahnhof umfasst sechs Bahnsteige mit zwölf Gleisen, wobei das östlichste Gleispaar dem elektrischen Vorortverkehr vorbehalten ist, der in Kürze eingerichtet werden soll. Die Erschließung des Bahnhofs erfolgt durch zwei über den Gleisen angeordneten Stegen. Dem Nordsteg ist eine große Zugangshalle angeschlossen, die als Wandelhalle bezeichnet wird. Zusätzlich ist unter den Gleisen im Bereich des Südstegs ein weiterer Verbindungsgang angeordnet. Er dient nur als Verbindung zwischen den einzelnen Bahnsteigen und endet derzeit noch am Ostende des Bahnhofs ohne weiteren Zugang. Dort soll ein Übergang zur Hochbahn angeordnet werden. Neben diesem Gang befindet sich der so genannte "Kleinbahntunnel", der für die Hochbahn vorgesehen ist. Dieser Tunnel ist rund sieben Meter breit, etwa 3,50 Meter hoch und bietet Platz für zwei Gleise.
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Eröffnung
Dezember 1906
Bauarbeiten am Ring
Am Adolphsplatz wird mit den Ausschachtungsarbeiten für den künftigen Streckentunnel begonnen. Dieser Abschnitt reicht von der Börse bis an das Mönkedammfleet. Die Börse soll in den nächsten Monaten in diesem Bereich abgerissen werden. Vorher muss ein Behelfsbau auf dem Adolphplatz entstehen. Der Abriss ist nötig, um die Tunneltrasse zum Rathausmarkt weiter führen zu können.

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Bau
Herbst 1906
Verträge fürs Viadukt
Die Bauverwaltung schließt Verträge mit der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg (MAN), die die stählernen Viadukte und Br ücken liefern soll. Zur Unterstützung zieht man die Brückenbauanstalt Gutehoffnungshütte in Sterkrade [heute Oberhausen] und die Firma Steffens & Nölle aus Berlin hinzu. Sie sollen Brückenbauteile liefern. Die Brücken und Viadukte sollen vor Ort und gegebenenfalls auf eigens eingerichteten Bauplätzen vormontiert werden.
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Bau
Herbst 1906
Bauarbeiten am Ring
An der Angerstraße (südlich der heutigen Station Lübecker Straße) erfolgt der Bau und die Einrichtung der elektrischen Zentrale. Die Zentrale dient für die Stromversorgung auf den Baustellen.
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Bau
05. Oktober 1906
Bäume und Häuser müssen weichen
Am Kuhmühlenteich beginnen Bautrupps mit dem Abholzen von Uferbewuchs. An der Uhlandstraße wurden zwei Häuser abgerissen, die in der Flucht der neuen Streckentrasse liegen. Wenig später wurden Betonfundamente gegossen und eine Feldbahn angelegt. Sie hat die Aufgabe, beim Tunnelbau anfallende Erdmassen zum Kuhmühlenteich zu bringen, wo die Verladung in Schuten vorgenommen werden soll. Die Förderbahn reicht wenig später bereits bis zur Großen Allee (der heutigen Adenauerallee) und verläuft durch die ausgehobenen Baugruben und Einschnitte, sowie auf hölzernen Viadukten.
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Bau
26. Juni 1906
Es wirde gebaut!
Bauvorbereitung am Adolphsplatz. Zunächst rücken Geologen an, um ein Bodenprofil zu erstellen. Man trieb den ersten Bohrer ins Erdreich, um zu ermitteln, was einem im Untergrund erwartete. Insgesamt waren 400 Bohrungen erforderlich, um ein komplettes Profil zu erhalten.
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Bau, Kurzgeschichte
01. Juni 1906
Baugenehmigung (Symbolischer Spatenstich)
Offiziell wurde der Bauverwaltung der Auftrag erteilt, die Elektrische Hochbahn für die Stadt Hamburg zu bauen. Eine Art Feierstunde mit symbolischen Ersten Spatenstich oder dergleichen ist nicht überliefert.
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Bau, Kurzgeschichte
14. Mai 1906
Mönckebergstraße entsteht
Der Hamburger Senat veröffentlicht seinen Beschluss "zur Schaffung einer neuen Straße vom Rathausmarkt nach dem Schweinemarkt und betreffend Verbesserung der Wohnverhältnisse in einem Teile der Altstadt."
Nicht etwa, dass dort wirklich neuer Wohnraum vorgesehen war, den schuf man in Barmbeck und Hammerbrook, nein, es ging um die Schaffung einer 29 Meter breiten Durchbruchstraße und den damit verbundenen willkommenen Abriss des verrufenen Gängeviertels zwischen der Spitaler- und Steinstraße. Unter der Durchbruchstraße soll der Streckentunnel der Hochbahn liegen. Unter der Durchbruchstraße versteht man die heutige Mönckebergstraße.
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Planung
09. Oktober 1905
Trassenführung
Der Senat beschloss, dass die Hochbahnstrecke als Tunnel vom Rathausmarkt unter einer neuzuschaffenden Durchbruchstraße zum Hauptbahnhof führen soll. Somit ist die grundsätzliche Frage der Trassenführung in der Innenstadt beendet.

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Planung, Kurzgeschichte
19. August 1905
Finanzen
Die Finanzdeputation der Stadt Hamburg überträgt der Allgemeinen Elektricitäts AG (AEG) und Siemens & Halske den Bau der Hochbahn mit einer Ringlinie und dem Bau der drei Zweiglinien nach Ohlsdorf, Eimsbüttel und Rothenburgsort. Die Stadt Hamburg stellt Grund und Boden zur Verfügung und bewilligt 42.356.680 Goldmark für den Bau der Bahnanlagen inklusive der Gleisanlagen und technischen Ausrüstung. Hinzu kommen 5.408.700 Goldmark für Baufolgekosten, etwa für die Anpassung und Wiederherstellung der Straßen. Das zu den Anlagekosten zählende Grundkapital der zu gründenden Betreibergesellschaft ist von den im Ausschreibungsverfahren zu ermittelnden Investoren aufzubringen und beträgt 15 Millionen Goldmark. Somit beläuft sich die gesamte Bausumme auf 62.765.380 Goldmark. Um die staatlichen (städtischen) Interessen wahr zu nehmen, wird die Kommission eingesetzt, die bereits 1892 aus Vertretern von Senat und Bürgerschaft gebildet wurde. Dieser Kommission gehören wiederum an: Senator Holthusen als Vorsitzender, sowie Oberingenieur Sperber. Seitens der Elektrizitätsgesellschaften wurde ein Bauausschuss als Bauverwaltung eingerichtet, dem Heinrich Schwieger und Wilhelm Stein angehören.
"Bauverwaltung für die elektrische Hochbahn zu Hamburg"
In der Kaiser-Wilhelm-Straße wurden einige Büroflächen angemietet. Dort nun beginnt die Detailplanung in Zusammenarbeit mit Architekten, Bildhauern und der Zuliefer- und Stahlindustrie sowie die Koordination der Bauabläufe. Seitens der Finanzdeputation erfolgte die Zusage zur Übernahme aller anfallenden Kosten. Man musste nur die noch die förmliche Zusage der Stadt abwarten. Somit stand dem Baubeginn nun nichts mehr im Wege.
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Planung
1905
Erweiterte Pläne für die Hochbahn
Die Hochbahnpläne wurden ergänzt. Sie sind inzwischen schon so konkret, dass man sich detailliert über die Finanzierung austauschen kann. Die Planung sieht weiterhin den Bau einer Ringlinie vor [wie sie dann später auch entstand]. Zusätzlich ist der Bau der Ohlsdorfstrecke vorgesehen. Neu in die Planungen wurden zwei weitere Zweigstrecken aufgenommen: Eine Zweigstrecke, die größtenteils unterirdisch verlaufen wird, führt vom Ringbahnhof Schlump nach Eimsbüttel und eine zweite Strecke fast durchgängig als Hochbahn vom neuen Hauptbahnhof über Hammerbrook nach Rothenburgsort. All diese Strecken sollen zeitnah zusammenhängend gebaut werden. Für einen späteren Zeitpunkt plant man eine Ergänzungsstrecke in den Freihafen. Zusätzlich macht man sich erstmalig Gedanken, ob die Walddörfer oder auch die nördlichen Hamburger Landgebiete in geeigneter Form berücksichtigt werden können.
Einige Planungsänderungen befassen sich mit einzelnen Stationen: So soll die eigentlich mit zwei Seitenbahnsteigen geplante Station Hauptbahnhof nun vier Gleise an zwei Mittelbahnsteigen erhalten, Grund ist der Bau der zusätzlichen Zweiglinie nach Rothenburgsort. Um den Fahrgast nicht mit einem ständigen Wechsel von Seiten- und Mittelbahnsteigen zu irritieren, sollen ganze Abschnitte grundsätzlich nur Mittel- oder Seitenbahnsteige erhalten. Aus dieser Überlegung heraus musste die Station Sternschanze umgeplant werden: Sie sollte eigentlich Seitenbahnsteige erhalten, liegt nun aber in einem Ringlinienabschnitt mit Mittelbahnsteigen. In diesem Punkt orientiert man sich am Berliner Vorbild, wo nur Seitenbahnsteige verwendet werden.
Rot gestrichelt = zukünftige Erweiterung (Freihafen Steinwerder, Freihafen Sandthor Hafen, von Barmbek nach Rothenburgsort). Eimsbüttler Zweig geht in diesem Plan bis zum Marktplatz.
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Planung, Kurzgeschichte


